Tunesien: Überblick

Der Anstoß für unsere Projektarbeit in der Stadt Bengardane im Süden Tunesiens erfolgte durch Mohamed Salah Tlig, der aus der Stadt stammt und seit 20 Jahren in Österreich lebt, wo er in St. Andrä-Wördern bei Tulln ein Installations-Unternehmen führt.

Bengardane liegt nahe der libyschen Grenze, etwa 500 km von der Hauptstadt Tunis entfernt. In der Stadt wohnen etwa 50.000 Menschen, die sowohl vom Handel, als auch vom Anbau von Olivenbäumen und Getreide leben, welches noch nach vorwiegend natürlichen und traditionellen Methoden angebaut wird. Daneben spielt besonders das Handwerk – Teppichknüpfen, Weben, Gerben, Lederverarbeitung, Färben und Schneiderei – eine bedeutende Rolle für den Lebensunterhalt der Familien.

Bengardane Werkstatt

Mohamed Tlig in der Werkstatt der Frauen

Unsere Projektarbeit in Bengardane zielt darauf ab, die wirtschaftliche Basis einer Gruppe von handwerklich tätigen Frauen zu stärken, die nach traditionellen Mustern Taschen, Sandalen und Teppiche herstellen. Weiters setzen wir uns zum Ziel, Personen und Gruppen vor Ort zu unterstützen, die die gesellschaftliche Entwicklung in Bengardane vorantreiben.

Für die Fraueninitiative haben wir bislang die Anschaffung verbesserter Arbeitsmaschinen sowie die Prüfung neuer Absatzwege in Österreich unterstützt. Es ist auch unser Anliegen, die Frauen mit der Ausarbeitung neuer Designs für ihre handwerklichen Produkte zu helfen.

Mohamed Salah Tlig organisiert regelmäßig Reisen in seine Heimatstadt Bengardane, in denen man leicht auf Tuchfühlung mit den Menschen in der Stadt sowie mit unserem Projekt kommen kann.