Gambia: Projektstart

Gambia, auf drei Seiten umgeben vom weit größeren Senegal, umfasst nicht mehr als den gleichnamigen Fluss mit dazugehöriger Uferlandschaft und einem schmalen Hinterland. Albreda, am Nordufer gelegen, ist eine 1800 Einwohnern zählende Ortschaft, deren Gründung vor einigen hundert Jahren auf einen muslimischen Religionsführer namens Musa Gave zurückgehen dürfte. Zu Kolonialzeiten war der Ort Zankapfel zwischen Großbritannien und Frankreich und wechselte mehrere Male die koloniale Zugehörigkeit. Neben der vor Dakar gelegenen Insel Goree gehörte Albreda leider zu den Hauptumschlagplätzen des Sklavenhandels in Westafrika.

Schule in Gambia

Die 1961 gegründete Schule des Ortes beherbergt insgesamt 427 Schüler, wobei 31 den Kindergarten und 396 die Grundschule besuchen. Leider kommen die Schüler meist aus ärmsten Verhältnissen, weshalb nicht wenige die Schule nach einiger Zeit wieder abbrechen, weil sich ihre Eltern die Schulausgaben nicht leisten können. Der Direktor der Schule bittet dringend um Unterstützung für die Renovierung der Klassenzimmer und der Unterkünfte der Lehrer, die in sechs Bauabschnitten mit jeweils etwa 500 Euro veranschlagt ist.

(Hans Doblinger & Reinhart Buchegger)