Gesundheitszentrum Thiangaye

Schon während der Planungsarbeiten zum Wiederaufbau von Unwettern zerstörter Wohnhäuser – siehe Projekt `Häuser für Senegal´- und bei den darauf folgenden Besuchen des Projektstandortes in den Jahren 2004 und 2005 wurde uns von unserer senegalesischen Projekt-Partnern ein weiteres, dringendes Anliegen unterbreitet, das nicht nur einzelnen sondern allen Bewohner/innen der Ortschaft und auch der Bevölkerung des Umlandes im gleichen Maße zu Gute kommen würde. Dabei handelt es sich um ein im Jahr 1981 ursprünglich mit staatlicher Unterstützung und der Arbeitskraft der Dorfgemeinschaft erbautes Gesundheitszentrum – `Poste de Santé, in dem meist an Infektionen erkrankte oder verletzte Personen, aber auch zur Entbindung kommende Mütter aus Mangel an entsprechenden Mitteln nur nach einem selbst für die örtlichen Verhältnisse unzulänglichen hygienischen Standard behandelt werden können. Um bei der Änderung dieser Umstände zu helfen haben unsere PlanerInnen, die Architekten Margit Petrak-Diop und Axel Ott, gemeinsam mit dem ärztlichen Personal des Zentrums ein Konzept zur Sanierung, Erweiterung und Neugestaltung der betreffenden Gebäude und des Geländes erarbeitet, das seit einiger Zeit in Grundzügen fertig gestellt vorliegt.

Dieses umfasst in einem ersten Bauabschnitt

  • die Verbesserung der elektrischen Ausstattung und Beleuchtung,
  • das Anbringen von leicht zu reinigenden Anstrichen und Fliesen,
  • den Einbau von verglasten Fenstern mit Moskitoschutz und
  • die Verbesserung der Wärmedämmung und Isolierung des Daches im Hauptgebäude.
Poste de Santé - erster Bauabschnitt

Poste de Santé – erster Bauabschnitt

Des weiteren sollen

  • das Arzthaus renoviert und mit einer eigenen Trocken-Toilette versehen,
  • die sanitären Einrichtungen für die PatientInnen erweitert und verbessert,
  • ein Wartebereich ohne Sichtkontakt zu den Behandlungsräumen mit Schattendach und Rezeption errichtet und
  • nach der Errichtung einer eigenen Wasserversorgung der Hof mit heimischen Bäumen und Straucharten begrünt werden.

Da die vorläufig ermittelten Kosten von rund 18.000.- Euro die finanziellen Möglichkeiten unserer Hilfsorganisation, die auch in Indien und Bali tätig ist, deutlich übersteigen würden, sind wir auf die Unterstützung durch grössere private Spendeninstitutionen, kirchliche Organisationen und staatliche Einrichtungen angewiesen, die wir in den vergangenen drei Jahren in zunehmenden Masse angesprochen haben, um diese für die Finanzierung und Verwirklichung unseres Projektes zugunsten der Bewohner des Dorfes Thiangaye zu gewinnen. In diesem Zusammenhang haben wir über die Vermittlung von Vizebürgermeister Mag. Peter Eisenschenk und Stadträtin Mag. Susanne Schimek zwei grössere Beträge vonseiten der Stadt Tulln erhalten. Darüber hinaus hat der Rotary-Club Tulln, ebenso wie die `Tullner Aktion Teilen´ unser Vorhaben mit namhaften Beträgen unterstützt. Wie geplant haben wir auch die Aktion `Bricks´ auf das neue Projekt ausgedehnt und auf diese Weise unseren, aus dem usprünglichen Kreis unserer Unterstützer/innen abgedeckten Anteil an der Finanzierung eingebracht.

Seit Sommer 2007 wurden die Arbeiten beginnend mit der Verlegung der Zu- und Abwasserleitungen und der verbesserten Elektroinstallation – im Dorf gibt es erst seit wenigen Jahren Elektrizität – mit kurzen Unterbrechungen beharrlich voran getrieben, wobei seit der Jahreswende ein wesentlicher Schritt in Form des Aufsetzens eines neuen Daches getan wurde, die groben Bauarbeiten bis zum Besuch des für dieses Projekt Verantwortlichen Reinhart Buchegger während der kommenden Osterferien abgeschlossen werde