Beim Südwindfest 2011

Wie schon vor zwei Jahren nahm der Rainbowtrust auch beim diesjährigen Szene-Event teil – trotz zu Beginn unwirtlichen Regenwetters.

Leider irrten die Meteorologen nicht, als sie für Samstag, den 28. Mai nass-kalte Wetterverhältnisse nach Durchzug einer Kaltfront voraussagten. Oder besser gesagt glücklicherweise, zumal nicht wenige Bauern am Lande seit Wochen über fehlenden Regen und bedenkliche Trockenheit geklagt hatten. Ein Umstand, der sich nun zugunsten von Kukuruz, Zuckerrüben und Sonnenblumen, aber auch des Gemüses im eigenen Garten ändern sollte. Also, wozu über vermeintliches ‚Schlechtwetter‘ klagen, das sich noch dazu wandelte, je näher der offizielle Beginn des ‚Strassen‘-festes rückte? Und das eigentlich gar nicht auf einer solchen stattfand, sondern im Inneren des ‚Alten AKH‘, wo im Gegensatz zu Monaco sonst bestenfalls Liferanten und Anrainer ihre Runden drehen dürfen.

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Fabian Grümayer und Roman Götz beim Südwindfest 2011

Nachdem wir, Stefan Kaufmann, Matthias und Fabian Grümayer, Roman Götz und ich, das Ende des Regens unter dem mitgebrachten, nicht sonderlich regendichten Schirm abgewartet hatten, konnte unser kleiner Stand doch noch rechtzeitig vor dem Eintreffen der erhofften ‚Besuchermassen‘ aufgebaut werden. Und es wurde trotz anfänglichen Frierens am Ende noch ein netter Nachmittag mit besonders interessierten und aufmerksamen BesucherInnen, die uns in zahlreichen Gesprächen gleichsam von innen heraus wärmten. Mit Herzenwärme gegen Wetterkälte also, die sich uns immer nur dann in Erinnerung rief, wenn wir zwischen erfrischenden Plaudereien kurz auftauchten und für Augenblicke die Feuchte rund um uns wahrnahmen.

Obwohl wir im Grunde nicht damit gerechnet hatten, spülte das wohlmeinende Konsumverhalten unserer ‚StrassenkundInnen‘ eine erfreuliche Summe in unsere Kasse, die den zukünftigen Ankauf von Produkten aus Cottage-Industries-Projekten ermöglichen sollte – Dank all jenen, die Räucherstäbchen, Textilien oder einen ‚Brick‘- Baustein zur Unterstützung des Neubaus eines Zuhauses für eine senegalesische Familie in Thiangaye erwarben.

Als wir am Abend nachhause aufbrachen, dann nicht nur äusserlich, sondern auch innerlich gewärmt und gut ausgestattet mit Herzensenergie – bis nächstes Mal im Zeichen des Südwinds.

Von Reinhart Buchegger